Presse
04.10.11
abendblatt.de

Der Traum vom Fliegen

Auf Einladung von AIR HAMBURG gehen 32 junge Menschen der Lebenshilfe in die Luft

 

Heist/Uetersen. Sonnenschein, blauer Himmel und ein laues Lüftchen bei 24 Grad: Das waren die optimalen Zutaten für das erste lange Oktober-Wochenende auf dem Flugplatz Uetersen. Und 32 junge Menschen aus den Lebenshilfe-Einrichtungen Elmshorn, Pinneberg und Wedel strahlten mit der Sonne um die Wette. Auf Einladung von AIR HAMBURG waren die Behinderten sowie Angehörige und Begleiter am Sonnabend zu Gast bei dem Luftfahrtunternehmen, das seine Keimzelle auf dem Flugfeld in Heist hat.

Vor dem Hangar und der Technikhalle von AIR HAMBURG herrschte lockere Gartenparty-Atmosphäre. Während auf dem Grill die ersten Würstchen und Koteletts bräunten, interessierten sich die Besucher natürlich vor allem für die Flugzeuge. Kein Wunder: Schließlich waren Rundflüge, wie schon in den beiden Vorjahren, der Höhepunkt des Programms. Jens Teichmann, Ausbildungschef der zum Unternehmen gehörenden FLUGSCHULE HAMBURG, und seine Kollegen hatten gleich drei Maschinen nahezu pausenlos im Einsatz, um die Lebenshilfe-Gruppen durch die Luft zu kutschieren. Mit den viersitzigen Cessnas ging es nach dem Start in Richtung Haseldorfer Marsch und ein Stück elbabwärts. "Das ist ein Riesenspaß für uns", sagte Dörte Hein, die mit weiteren Betreuern den Ausflug zum Rundflug organisierte. Manche der Besucher waren noch nie geflogen, andere hatten schon in den Vorjahren mitgemacht.

Den Kontakt zur Lebenshilfe hatte Air-Hamburg-Chef Floris Helmers hergestellt. "Wir sind jedes Mal sehr dankbar für die Einladung", sagte Dörte Hein. "Mitte Oktober gibt es weitere Gratis-Rundflüge", kündigte Flugschulen-Bürochefin Manuela Witt an. Dann sind Kinder und Betreuer des Hamburger Sternenbrücke-Hospizes Gäste des Luftfahrtunternehmens.

Zu AIR HAMBURG gehört neben Flugschule und Liniendienst von Hamburg nach Helgoland, Sylt und den Ostfriesischen Inseln auch der stark wachsende Privatjet-Bereich. Vor wenigen Tagen ist eine dritte Citation XLS+ in Dienst gestellt worden. Damit verfügt AIR HAMBURG jetzt über neun Turbinenflugzeuge mit bis zu neun Sitzplätzen. Der zweistrahlige Jet wurde direkt vom Cessna-Werk in Kansas (USA) mit Zwischenstopps auf dem kanadischen Goose-Bay-Airport und dem isländischen Reykjavik von den Air-Hamburg-Piloten überführt.

Die Liste der prominenten Passagiere aus Showgeschäft, Wirtschaft und Politik ist jetzt mit einem weiteren bekannten Namen ergänzt worden. Der frühere US-Vizepräsident Al Gore ließ sich kürzlich von AIR HAMBURG durch Europa jetten.